Trojaner „bewerben“ sich mit Email Anhängen

 

 

Immer wieder hört man Warnungen, Email Anhänge nicht unbedacht zu öffnen. In den letzten Monaten ist ein sukzessiver Anstieg der gefährlichen Eingänge in unseren elektronischen Postfächern zu verzeichnen.

 

Die kriminellen Erzeuger hinter derartigen Emails bedienen sich mittlerweile immer besserer Tarnungen. Sei es die neu angeforderte Rechnung der Telekom, die Zahlen eines vermeintlichen Geschäftspartners oder der Versandstatus des DHL Paketes – sobald man den Anhang dieser Emails öffnet, installiert sich die Schadsoftware automatisch. Dieser Umstand gewinnt dementsprechend an Tragik, wenn der öffnende PC an das Firmennetzwerk angebunden ist. Oft unbemerkt verbreitet sich die Software rasend schnell im gesamten Intranet.

 

 

Laut Retarus Deutschland, einem Cloudserviceanbieter, ist mittlerweile jede sechste Email betroffen.

Die aktuellsten Fälle zeigen eine neue, perfide Masche: Viren oder Trojaner werden in den Anhängen zu fingierten Bewerbungen versteckt. Besonders Unternehmen, die gezielt Stellen ausschreiben, laufen hier Gefahr „infiziert“ zu werden.

 

Wie kann man sich schützen?

Die Antwort ist simpel, jedoch in der Praxis oft nicht konsequent umsetzbar: Absolute Vorsicht bei allen Email Eingängen, selbst bei bekannten Absendern. Achten Sie auf Signaturen unter der Nachricht, auf Kontaktdaten und andere Anhaltspunkte, die für gewöhnlich in Emails zu finden sind. Die Anhänge sind zum größten Teil im zip-Format oder sogenannte cab-Dateien. Meiden Sie nach Möglichkeit die Öffnungen von jeglichen Anhängen dieser Art. Im Zweifel lassen Sie sich die Echtheit der Nachricht durch einen simplen Anruf bestätigen.

 

Wie soll man sich verhalten, wenn man eine dubiose Nachricht erhalten hat?

Auf keinen Fall den Anhang öffnen. Auch nicht durch bestimmte Merkmale, wie der richtigen Anschrift, dem vollständigen Namen, oder gutem Deutsch täuschen lassen. Verschieben Sie die Nachricht in das Spam-Postfach. Darüber hinaus sollten Sie von Antwortschreiben an augenscheinlich betrügerische Absender absehen, da Sie damit die Aktualität und den Betrieb Ihres Emailkontos preisgeben, sodass am Ende nur noch mehr dieser Emails in Ihrem Postfach landen.